Wischi die Waschdi: Kärcher Waschsauger im Test


Als Katzenhalter hat man’s nicht leicht, sein Heim gleichzeitig sauber und gemütlich zu halten. Überall fliegen Katzenhaare herum und das Miezchen trifft zielsicher den einzigen Rest Teppich, den man vielleicht verlegt hat, wenn es sich seiner Haarballen entledigt (oder Schlimmeres). Eigentlich sollte man daher als Katzen- oder besser allgemein – Tierhalter auf Teppichboden und derart flauschigen Fußluxus verzichten. Ja, eigentlich…

Tatsächlich haben wir dies auch weitgehend berücksichtigt, aber eben nur weitgehend. Auf der Treppe liegt aus Sicherheitsgründen Teppich (ich bin ohnehin schon Meister im Stolpern und Fallen, das möchte ich nicht auch noch durch eine rutschige Laminat-Treppe fördern) und im Schlafzimmer liegt er sozusagen als Fußkuschelfaktor. Der Rest der Wohnung ist mit Laminat oder Fliesen verlegt und damit leicht zu reinigen.

Nun reichte uns aber der Wahnsinn „Teppichboden im Tierhaushalt“ noch nicht ganz aus und so haben wir im Schlafzimmer einen hellen gelblichen (der Fachmann mag es „ocker“ nennen – oder heutzutage vermutlich eher irgendwas Exotisches wie z.B: „physalis-gelb“ oder so) und auf der Treppe ein hellgraues Exemplar. Geistige Umnachtung war beim Kauf nicht ganz ausgeschlossen… Was soll ich sagen?! Im Schlafzimmer haben sich im Laufe der Zeit wunderbare, alte K-Flecken (Sie wissen schon) über die gesamte Zimmerfläche verbreitet (man bekommt das Zeug ja irgendwie nie ganz raus, sondern betont lediglich die Stelle durch eine ausgeprägte Umrandung des Schandflecks) und auf der Treppe sorgten wir mit stylischen Kaffeesprenklern für ein individuelles Wohngefühl…

„Schluss damit!“ dachte ich mir vor ein paar Monaten, „eine Lösung muss her“. Ein neuer Teppich würde nicht nur ein mega Loch in unsere Kasse reißen, sondern wäre auch noch aufwändig zu verlegen (die Treppe ist der blanke Verlegehorror) und ich wollte schon IMMER mal einen Kärcher mein Eigen nennen. Also wurde gesurft, es wurden Produkttests gelesen und schließlich ein Kärcher SE 4002 Waschsauger bestellt. TSCHACKA! Wenige Tage später probierte ich ihn aus. Das mitgelieferte Shampoo war ein Witz, aber ich hatte vorgesorgt und so saugte und düste ich und saugte und düste und – ach – es war eine wahre… Anstrengung! Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich für diese winzige Fläche gebraucht habe, aber irgendwann hatte ich es echt dicke. Ok, ich muss zugeben, dass ich mich erst an das Ding gewöhnen musste. So macht es Sinn, eingetrocknete K-Flecken (Sie wissen immer noch) einzuweichen und erst nach ein paar Minuten abzusaugen. Beim „Dauer-Sprühmodus“ sollte man zudem auf Zack sein mit dem Besprühen, weil man sonst hübsche, feucht-nasse Bodenwellen fabriziert. Was jetzt aber erst mal negativ klingt, war und ist im Ergebnis eine wahre Freude! Bis auf sehr hartnäckige ich-weiß-nicht-was-vermutlich-Öl-vom-Autoschrauben-meines-Mannes-Flecken sind ALLE Flecken restlos entfernt worden. Der anfänglich etwas aufdringliche Waschsalon-Duft verflog im Nu und am Ende des Tages hatte ich tatsächlich wieder einen strahlenden, wirklich sauber wirkenden Teppich! Dank mehrfach verlängerbarem Aufsteckschlauch kann man auch Treppen einwandfrei reinigen. Der Schlauch ist dabei so lang, dass ich den Sauger als solchen entweder am oberen (keine gute Idee, wenn man nicht bei einem unachtsamen Manöver erschlagen werden will) oder unteren Teppichabsatz parken konnte und so nicht mitschleifen musste. Wirklich grandios.

Natürlich habe ich erst mal ein wenig abgewartet vor meiner Produktbewertung, weil sich doch nur allzu oft im ersten Moment unsichtbare Flecken nach einiger Zeit wieder bemerkbar machen. Hier waren sie aber tatsächlich weg und sind bis heute nicht wieder gekommen. Für frischen Nachschub wird bei uns auch so gesorgt. 😉

Also, alles in allem war der Waschsauger zwar schon eine nicht ganz günstige Anschaffung, aber eine lohnenswerte auf alle Fälle. Theoretisch kann man damit auch Laminat und Fliesen reinigen. Das habe ich nur ein Mal versucht, war mit dem Ergebnis und der Handhabung aber überhaupt nicht zufrieden. Da leistet mir mein guter alter Wischmob bessere Dienste… Für Teppich ist’s aber eine echte Empfehlung!


Katze

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2 Antworten zu Wischi die Waschdi: Kärcher Waschsauger im Test

  1. Charlotte schreibt:

    Ich hatte mir auch bereits überlegt, so ein Ding anzuschaffen…habe die Idee aber ziemlich schnell wieder verworfen: zu teuer, zu gross, zu aufwändig. Notfalls kann man bei uns solche Waschsauger mieten…
    Liebe Grüsse
    Charlotte

    • Ja, darüber habe ich auch lange nachgedacht. Bei mir siegte schließlich die Gewissheit, dass ich viel zu faul sein werde, den Sauger jedes Mal auszuleihen und wieder zurück zu bringen. Wenn er bei mir daheim steht und auf seinen Einsatz wartet, erhöht sich bei mir die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn auch nutze. 😀
      Liebe Grüße
      Carmen

Schnurr mir was...

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