Bewusst leben: Kartoffelpuffer mit Apfelmus (vegan / endogeeignet)


KartoffelpufferKartoffelpuffer sind ja schon, wenn man sie „normal“ macht, fast vegan. Lediglich das Ei zur Bindung leistet einen tierischen Beitrag in dem klassischen Rezept und so war es für mich naheliegend, dass man das doch irgendwie leicht ersetzen können müsste. Der Versuch, es einfach ganz wegzulassen, war nicht so toll. Die Puffer hatten zwar geschmeckt, waren in der Pfanne aber schon etwas bröselig und auch beim Essen nicht so „geschmeidig“ wie sonst. Mit dem Ei-Ersatz von „Orgran“ stehe ich wiederum noch etwas auf dem Kriegsfuß, weil mir die bindende Wirkung in Backrezepten mal zu gelingen scheint und mal auch wieder nicht. Vielleicht bin ich ja einfach zu doof für das Produkt, aber zumindest dieses Mal wollte ich es nicht nehmen. Anstelle dessen griff ich zu einem Produkt, das ich erst kürzlich entdeckt und schon mal angetestet hatte. Es heißt „The Vegg“ von Vantastic Foods und soll Eigelb ersetzen können. Angeblich kann man damit auch eine Art Rührei machen, aber bei meinem ersten Versuch wurde die Pampe einfach nicht fest in der Pfanne. Nichts desto trotz schmeckte die Pampe tatsächlich wie Ei und war auch so klebrig wie Eigelb. Also wollte ich es damit probieren und hier kommt nun das fertige – und sehr schmackhafte – Rezept:

Zutaten (für 2 Personen – die nicht allzu großen Hunger haben):

  • 500 g festkochende KartoffelnKartoffelpuffer
  • 1 kleine Pastinake
  • 1 EL Ei-Ersatz „The Vegg“ mit 3 EL Wassern (ggf. nicht endogeeignet; dann besser ein Ei nehmen, auch wenn es dann nicht mehr vegan ist)
  • 2 EL Mehl (bei Endometriose auf Vollkornmehl achten und möglichst kein Weizen verwenden; besser: Dinkel o.ä.
  • 4 EL Haferflocken
  • Salz und nach Geschmack sonstige Gewürze (ich habe z.B. Parma! verwendet)
  • Apfel-Mus (ich habe Apfel-Bananenmus von Bauck Hof genommen)
  • etwas Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

Die Kartoffeln und Pastinake schälen und mit einer Reibe fein reiben. Ich reibe jeweils ca. 2/3 ganz fein und 1/3 grob, damit die Reibekuchen eine bissige, aber dennoch sämige Konsistenz bekommen. Ist alles verrieben, wird die Masse vorsichtig mit den Händen ausgedrückt und überschüssige Flüssigkeit weg geschüttet. Etwa 2 EL Mehl sowie 4 EL Haferflocken saugen ebenfalls etwas Flüssigkeit auf und geben Bindung.

1 EL „The Vegg“ und ca. 3 EL Wasser werden nun kräftig miteinander verquirlt und ebenfalls zu der Masse gegeben. Gut verrühren! Abschließend die Masse mit Salz und z.B. etwas „Parma!“ würzen, um sie dann portionsweise in etwas Öl in der Pfanne durchzubraten.

Dazu gab es bei uns das Apfel-Bananenmus von Bauck Hof, was für mich als Fructi wegen der Banane eine noch akzeptable Lösung ist, trotz meiner Einschränkung nicht ganz auf leckeres Apfelmus zu verzichten. Man kann das Mus natürlich ebenfalls selbst herstellen. Dazu werden einfach Äpfel geschält und in kleinen Stückchen so lange gekocht bis sie weich sind. Je nach Geschmack kann während des Kochens mit etwas Apfelsaft aufgepeppt werden. Als Gewürze eignen sich – ebenfalls je nach Geschmack – Nelken, Zimt oder auch mal ein wenig Vanille. Die Banane kommt dann ganz zum Schluss rein und man sollte erst mal nur wenig beifügen, weil sie die Äpfel im Geschmack leicht verdrängt.

Meine Reibekuchen esse ich dann gerne mit etwas Zucker bestreut oder auch mit etwas Zuckerrübensirup (das ist das merkwürdige Braune auf dem Bild).

Die Reibekuchen sind mit dem „The Vegg“-Zeug wirklich super gut gelungen. Sie hatten eine perfekte Konsistenz und ließen sich auch perfekt in der Pfanne wenden. Raus geschmeckt hat man es hinterher nicht, sodass es schlichtweg seinen Zweck als Bindemittel wunderbar erfüllt hat. Jammi!

Hinweis: Ich erstelle alle Artikel nach bestem Wissen und Gewissen, bin aber keine ausgebildete Ernährungsberaterin. Bei Unverträglichkeiten, Allergien oder speziellen diätetischen Ansprüchen nehmen Sie bitte Kontakt zu einer ausgebildeten Fachkraft auf, bevor Sie meine Rezepte selbst probieren. Außerdem freue ich mich über Ihr Feedback, sollten Sie in einem der Rezepte Fehler finden. Ich korrigiere es gern.

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2 Antworten zu Bewusst leben: Kartoffelpuffer mit Apfelmus (vegan / endogeeignet)

  1. Charlotte schreibt:

    Kartoffelpuffer sind immer wieder lecker! Deine sehen ja auch so wunderbar knusprig aus! Und dabei denke ich gerade an meine Kartoffeln aus dem eigenen Garten, von denen immer noch welche im Keller lagern. Die würden sich bestimmt auch freuen, zu Puffern verarbeitet zu werden. Wäre ein tolles Mittagessen für morgen… 🙂
    Liebe Grüsse
    Charlotte

    • Na dann: Guten Appetit! 🙂

      Knusprig sehen sie bei mir übrigens immer aus, weil ich a) seit Kurzem einen ziemlich coolen Induktionsherd habe und b) schon immer total ungeduldig war und immer auf Voll-Power kochen muss. Es ist reine Glückssache, dass zwischen Knusprig und Verkohlt meist noch ein wenig Abstand bleibt. 😀

Schnurr mir was...

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