Schritt für Schritt ein bisschen fit


WalkingGestern unterhielt ich mich mit meinem Paps darüber, dass „man mal wieder mehr machen müsste“. Gemeint war eine körperliche Beschäftigung, bei der ich mir um meinen Papa eigentlich gar keine Gedanken mache. Er ist ein Rührpopo, der kaum mal eine halbe Stunde ruhig sitzen kann – außer Sonntags, denn der ist ihm heilig. Nichts desto trotz meinte er, man müsse mal wieder was machen und kündigte sich für den Nachmittag für die Gartenarbeit an. Wir haben einen ziemlich großen und ziemlich vernachlässigten Garten. Schade eigentlich, aber im letzten Jahr war mir meist nicht nach Garten.

Wie auch immer… Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meinem Paps. Es ist eigentlich egal, bei was. Es ist immer wieder schön, Zeit mit ihm zu verbringen. Er ist manchmal genau so knotterig wie ich und er ist meistens für fast alles zu haben. Papa ist einfach der Beste! – Weiß man ja. 😉 Letztes Jahr hatten wir uns vorgenommen, wieder mehr schwimmen zu gehen. – Nun, wir waren nicht ein Mal schwimmen… Davor sind wir eine zeitlang regelmäßig in eine Rückenschule gegangen, aber die schadete Paps schließlich mehr als das sie ihm half und mir fehlte dann einfach der Elan, alleine weiter zu machen und so langsam komme ich in ein Alter, in dem „man mal was machen sollte“. Schaf

Mit seinem gestrigen Stichwort schubste er mich nun wieder an und spontan kam mir die Idee, mit ihm doch auch einfach mal walken zu gehen. Gesagt, getan. Heute ging es los. Ich schmiß mich in meine coolen und überaus stylischen Jogging-Klamotten, die ich mir in höchster Motivation vor meinem Personal Training vor einer gefühlten Ewigkeit zugelegt hatte und die seither ein eher einsames Dasein im Schrank verbrachten. Eine gute Ausrüstung ist die eine Hälfte für eine erfolgreiche Sportaktivität – cooles Aussehen ist die andere Hälfte…. oder so… 😀

Kaum hatte ich mich in meine Thermowäsche gezwängt, fühlte ich mich auch gleich schon mega-sportlich und fuhr zu meinem Paps. Der stand schon in ebenso cooler Klamotte auf der Terasse bereit. So ging es also los. Meine Frage „fahren wir irgendwohin oder laufen wir von hier?“ beantwortete mein Paps im Wesentlichen mit einem herzlichen und ebenso amüsierten Lachen. Ok, also von hier aus… Wir walkten los…

SchafEs ging in strammem Schritt zum nächstgelegenen Feld, wo ich auch direkt wieder stoppte. Es weideten mehrere Schafherden dort und die schwarzen Schafe zogen mich irgendwie magisch an… Warum nur?! Eines davon ließ sich von mir auch anlocken und so streichelte ich – ich muss es zu meiner Schande gestehen – das erste Mal in meinem Leben ein Schaf. Ich taufte es „Schaf“ und es gefiel ihm/ ihr sichtlich, von mir am Näslein bekrabbelt zu werden.

Die Außentemperatur war heute doch eher frisch, um nicht zu sagen „ekelig kalt“ und so stapften wir recht zügig weiter, um warm zu werden. Mein Paps wollte wissen, wie lang wir denn laufen wollten. Mir egal, ich war ja motiviert. Also „kannte mein Vater einen Weg“. Oha… Jetzt wurde ich nervös. Wenn mein Vater früher einen Weg kannte – oder gar eine „Abkürzung“ – musste man mit einem mehrstündigen Gewaltmarsch rechnen – und ich hatte heute nach dem Frühstück nichts mehr gegessen und keinen Proviant eingepackt… Walking

Der „Weg“ war stellenweise eher ein Schlammbad, was mein Vater fröhlich einen „alternativen Weg“ nannte… Hätte ich seine Wanderschuhe angehabt, hätte ich das vielleicht ähnlich gesehen. Ich aber hatte meine coolen Turnschuhe an, die am Ende der Tour weit weniger cool als vielmehr mega schlammig waren. 😀 Was sich hier aber vielleicht so anhört, als hätte ich mich durch unseren Wald gekämpft, war in der Realität ein wirklich schöner Ausflug. Wir liefen stramm und überaus gut gelaunt durch unser Dieburger Wäldchen, schnupperten begeistert das frisch geschlagene Holz und unterhielten uns über dies und das. Na ja, ok, eigentlich schwafelte ich meinen Vater ziemlich zu, aber er begegnete meinem Redeschwall wie auch schon die bisherigen 34 Jahre meines Lebens mit seiner liebevollen und geduldigen Art. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Angebot eines leckeren Honig-Bonbons während des Walks tatsächlich gegen meinen aufkeimenden Hunger dienlich sein sollte oder vielmehr ein kläglicher Versuch war, mich zumindest temporär zum Schweigen zu bringen… Wir werden es wohl nie erfahren. 😉

WalkingIch brauch wohl nicht zu erwähnen, dass der Nachmittag einfach wunderschön war und seinen Ausklang schließlich bei meinen Eltern mit leckeren Waffeln und einem riesigen Berg Puderzucker und Sahne fand. 😀 Meine Mama war natürlich da und auch mein Bruder nebst Frau und Kindern waren da. Es war super schön und ich einfach nur glücklich… Ich bin so dankbar für meine wunderbaren Eltern, die mich trotz all meiner Ecken und Kanten und alles andere als einfachen Art wirklich ausnahmslos immer unterstützt haben und mir mein ganzes Leben lang schon ihre ganze Liebe schenken. An Tagen wie diesen erlebe ich ihre Liebe ganz intensiv und wünsche mir von ganzem Herzen, noch viele, viele dieser Momente erleben zu dürfen.

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5 Antworten zu Schritt für Schritt ein bisschen fit

  1. Christina schreibt:

    Klingt nach einem rundum gelungenen Tag! Herrlich!

  2. Charlotte schreibt:

    Das hört sich super an! Vorallem auch die Waffeln. 😀

Schnurr mir was...

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