Wochenrückblick – good times – bad times…


Cippolino mit Bärchen-Pfote

Cippolino mit Bärchen-Pfote

Die zurückliegende Woche war ziemlich durchwachsen. Es gab viele schöne Momente, aber insgesamt war sie doch ganz schön anstrengend. Zum einen liegt es sicherlich daran, dass ich mich nach den vielen Feiertagen erst mal wieder an „ganze Arbeitswochen“ gewöhnen muss. Zum anderen hatte ich letzte Woche aber auch richtig viel um die Ohren – vor allem im Büro. Wenn man dann auch noch nebenbei die eine oder andere Verpflichtung hat, kommt man kaum noch zum Durchatmen.

Trotzdem ist meine Wochenbilanz insgesamt durchaus positiv. Ich habe weiter an meinem „Abschalt“-Vorsatz festgehalten und nur an einem Abend das Handy ans Bett gelegt, weil mein Mann noch recht spät unterwegs war und ich für ihn erreichbar sein wollte. Ansonsten blieb es abends einfach in meiner Tasche und wurde so schlichtweg überhört, wenn es doch mal dängelte. Gleiches machte ich mit dem Internet und so hatte ich auch diese Woche wieder irgendwie mehr Zeit als sonst. Leider habe ich sie nicht ganz so gut genutzt wie ich eigentlich hätte. Ich habe zwar an immerhin drei Tagen noch etwas gelernt, aber der Haushalt hat auch diese Woche bis zum Wochenende gewartet, genauso das Blogschreiben und überhaupt. Es ist einiges liegen geblieben. Ich selbst bin alles andere als liegen geblieben und weiterhin jeden Tag sechs Stockwerke ins Büro gedampft und habe auch zwischendrin den Fahrstuhl verächtlich ignoriert. 😀

Moritz - noch nicht allzu lang im Tierheim & knuffig süß

Moritz – noch nicht allzu lang im Tierheim & knuffig süß

Im Tierheim begann die Woche zunächst mit einem Rückschlag. Der Kater, für den wir alle die Daumen gedrückt hatten, wurde zwar Ende letzter Woche vermittelt, kam nach wenigen Tagen aber leider auch gleich wieder zurück. Es war unser Bailey-Bobbelchen, der eigentlich einen recht vielversprechenden Platz ergattert hatte. Tatsächlich kam die neue Dosi dann aber doch nicht mit Baileys „Besonderheiten“ zurecht und brachte ihn schon nach sehr kurzer Zeit zurück. In diesen Situationen würde ich mir wünschen, dass die Menschen sich einfach vor dem Einpacken nochmal mit dem Tierheim in Verbindung setzen würden und dort die Möglichkeit bestünde, dass mal jemand hin fährt und versucht, vor Ort zu helfen. Oft sind es ja nur Kleinigkeiten, die zum Desaster werden und wir kennen vor allem solche Sorgenfellchen ja wirklich meist sehr gut und könnten sicherlich aktiv helfen. Mit dem „normalen“ Tierheimpersonal ist so etwas schlichtweg unmöglich. Sie rennen sich schon von früh bis spät den Herzbändel ab, dass sie alle Tiere IM Tierheim versorgt bekommen und führen zahlreiche Telefonate mit frischen Haltern oder solchen, die es werden wollen und haben auch sonst allerlei „nebenbei“ zu tun. Na ja, vielleicht habe ich dazu schon eine Idee… Mal sehen, was die nächsten Monate bringen. 😉

Bailey hat seinen kurzen Ausflug aber gut verkraftet. Es geht ihm gesundheitlich und psychisch gut, sodass zumindest hier keine Sorge besteht, dass er zusammenklappen würde. Im Gegenteil. Gestern wurde er von Uschi ausgiebig in der Sonne gebürstet und hat richtig lange ganz alleine mit einem neuen Spielzeug gespielt. Kein Drehen, kein desorientiertes Starren… Einfach nur ausgelassenes, etwas grob motorisches Spielen. 🙂 Es war eine echte Freude, ihn dabei zu beobachten.

KuschelnickGefreut habe ich mich auch über Nick. Es ging ihm gestern ein wenig besser. Sein Kot ist etwas fester und dunkler geworden und stinkt auch nicht mehr zum Himmel (das ist nicht nur für ihn gut… 😉 ). Vielleicht hat er dadurch gestern auch mehrfach erfolgreich sein Klo gefunden (was ebenfalls nicht nur für ihn gut ist…). Mittlerweile scheint er auch nicht mehr einen so großen Hunger zu haben, denn sein Futternapf war nicht völlig leer geschleckt als ich kam. Vielmehr bediente er sich während meines Besuchs immer mal wieder an kleinen Portionen und legte dazwischen immer wieder eine Pause ein. Ganz besonders freute ich mich aber, dass er insgesamt entspannter war. Bisher erlebte ich ihn meist rastlos. Er lief in seiner kleinen Box ständig hin und her. Das Maximale der „Ruhe“ war eine kurze Rast auf meinem Schoß, wenn er sich dort hin setzte und schaute, was es in der Welt draußen noch so gab. Gestern Nachmittag hatte er zum ersten Mal die Ruhe, auf meinen Schoß zu krabbeln, sich dort schnurrend zu einer Kugel zusammen zu rollen und die Äuglein zu schließen. Er schlief dort so lange bis ich ihn leider wecken musste, um auch noch zu einem anderen Sorgenfellchen zu können. Es war ein echter Glücksmoment als Opi Nick völlig entspannt auf meinem Schoß schlief und schnurrte. 🙂

Kater Kater - nein, kein Tippfehler: der Kater heißt "Kater" ;)

Kater Kater – nein, kein Tippfehler: der Kater heißt „Kater“ 😉

Das zweite Sorgenfellchen, das ich besuchte, war auch erstaunlich gut drauf. Seit ein paar Tagen habe ich bei Goliath mit dem Clickertraining angefangen – bisher mit eher mäßigem Erfolg. Einerseits ist Goliath scheinbar nicht der Allerhellste (Pardon, aber man muss es einfach so sagen). Zum anderen ist er in seinem Zimmerchen leider ständig auf dem Präsentierteller, was dem ohnehin sehr unsicheren und z.T. ziemlich aggressiven Kater alles andere als zuträglich ist. Gestern aber haben wir eine kleine Verbesserung für ihn besprochen – mit im ersten Eindruck großer Wirkung. Es wurde einfach in der Hälfte seines Zimmerchens eine Decke aufgehängt, sodass er sich in den hinteren Teil zurückziehen kann und dann auch mal seine Ruhe haben kann. Als ich mich dann gestern zu ihm ins „Separrée“ (wie auch immer das richtig geschrieben wird 😀 ) setzte, genoß ich erstmals zumindest zum Teil seine ungeteilte Aufmerksamkeit. 😀 Nicht nur das Klickern klappte dadurch wesentlich besser (er ahnt zumindest schon, was ich mit dem komischen Targetstab von ihm möchte… Kater… *Augenroll*), sondern er legte sich auch erstmals sichtlich entspannt direkt auf meinen Füßen ab, schnurrte wie ein Weltmeister UND ließ seinen Schwanz tatsächlich auch mal auf dem Boden ruhen. Normalerweise schmeißt Goliath sich zwar schnurrend auf den Rücken und verleitet damit so manch‘ unerfahrenen Interessenten einen sehr fatalen Fehler zu machen (ich sag nur „AUTSCH!“), aber sein Schwanz peitscht die ganze Zeit hin und her als wolle er eine Kuh beim Fliegenklatschen imitieren. Leider missachten immer wieder Besucher dieses unmissverständliche Zeichen, dass er ziemlich angespannt ist und bekommen dann locker ca. 8 kg Kater in den Arm gedonnert… Kein schönes Erlebnis… Gestern aber beruhigte sich sein Schwanz auch mal und so traute ich mich das erste mal seit knapp zwei Jahren (!) diesen schönen und so besonderen Kater kurz am Köpfchen zu streicheln. Da ich diesen Artikel tippen kann, wurde ich ganz offenbar auch nicht verletzt. 😀 Im Gegenteil, Goliath genoss die Berührung zumindest für einen kurzen Moment. Dann aber schien er sich selbst davor zu erschrecken und so nahm ich die Hand lieber wieder zurück, um diesen schönen Moment nicht zu zerstören. Goliath ist nach meinem Empfinden eine sehr sensible Katzenseele, die ganz offenbar schon ettlichen Schaden durch Menschenhand erfahren hat und sich so seine eigenen, sehr schmerzhaften Schutzmechanismen aufgebaut hat.

Im Tierheim dürfen ihn manche anfassen, überwiegend Männer, manche aber auch gar nicht. Ob ich ihn schon früher hätte berühren dürfen, weiß ich nicht. Gestern jedenfalls war wohl für uns beide der richtige Moment und ich hoffe, dass ich auch diesen Vorsatz für 2014, eine „richtige“ Beziehung zu Goliath aufzubauen gut umsetzen kann. Die ersten Schritte dafür sind jedenfalls getan. 😉

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