Zuhause gesucht: Hannes


HannesBei meinem letzten Tierheim-Besuch Mitte der Woche nutzte ich die Zeit natürlich, um neue Filmaufnahmen zu machen und bin jetzt dabei, das gedrehte Material nach und nach zu verarbeiten. Dabei konzentriere ich mich als Erstes auf die Fellchen, die besonders schnell ausziehen sollten – na ja, wenn man mich fragt zumindest. 😉 Da ich nun schon sehr lange nicht mehr im Tierheim war, gab es reichlich neue Fellnasen, die mich – wie eigentlich immer – in Windeseile um die Pfote gewickelt hatten. Ich kann gar nicht sagen, wer mich am meisten bezaubert hat und so fiel mir die Entscheidung schwer, welches Fellchen ich über einen Film als Erstes vorstellen sollte. Der eine Kater ist schon verhältnismäßig lange im „Aufnahmebereich“ untergebracht und daher für das „normale“ Publikum nicht sichtbar. Das nächste Pärchen ist etwas schüchtern bzw. einer der beiden schaut sehr grummelig durch die Welt, auch wenn er es eigentlich gar nicht ist. Tja und dann gab es wieder einen etwas älteren Kater, der durch den Tod seines Dosis ins Tierheim kam und der sich dort ganz besonders arg gruselt… Wer sollte der Erste sein?!


Es wurde Hannes! Hannes kam – wie angedeutet – durch den Tod seines Halters zu uns ins Tierheim. Leider erfuhren wir bei der Abgabe fast gar nichts über den hübschen schwarzen Kater mit den weißen Schnurrbarthaaren. Er sei „sicherlich zehn Jahre“ bei dem Halter gewesen und lebte bisher laut Angabe nur in der Wohnung. Ganz sicher sind wir uns da aufgrund der Umstände allerdings nicht und so soll er in ein Zuhause vermittelt werden, wo er raus könnte – wenn er denn wollte. 😉

Dass wir so gut wie nichts über ihn erfuhren, macht nicht nur die Vermittlung unlängst schwerer. Es sagt leider aus meiner Sicht auch einiges über die Verfremdung der Wohnverhältnisse unserer Gesellschaft aus. Da lebt ein Mensch „sicherlich zehn Jahre“ mit seinem Kater zusammen und offenbar keiner der Nachbarn – oder zumindest der „nahestehenden“ Menschen weiß etwas über den Kater. Da liegt die Vermutung nahe, dass man auch über den/ die Dosi nicht viel wußte. Ich meine, wer mich kennt, kennt auch meine Katzen und ich vermute mal, dass man nicht nur an mir nicht vorbei kommt, ohne etwas über meine kleinen Tiger zu erfahren. 😉 Wer engeren Kontakt mit einem Katzenhalter hat, erfährt fast zwangsläufig auch etwas über seinen Minitiger – zumal Hannes einen sehr gut gepflegten Eindruck macht und auch seine kuschelige Art dafür spricht, dass sein Mensch sich bisher gut um ihn kümmerte. So ist es doppelt traurig, dass wohl keiner etwas zu dem Kater sagen kann. Allerdings – und das möchte ich betonen – weiß ich tatsächlich nichts weiter über die Abgabe, den damaligen Dosi oder sonstiges. Es sind also nur Mutmaßungen von mir.

Hannes

Hannes

Wie auch immer…. Bei uns gruselt sich Hannes sehr und mag noch nicht so recht aus seiner Transportbox rauskommen. Nähert man sich ihm aber langsam und ruhig, wirft er sofort seinen Schnurrmotor an und gräbt sein Köpfchen ganz tief in die streichelnde Hand. Er scheint ein ganz lieber und kuschelbedürftiger Kater zu sein, bei dem ich mir gar nicht so sicher bin, ob er tatsächlich „schon“ zehn Jahre ist oder vielleicht doch noch etwas jünger. Zumindest ist er aber in einem guten Pflegezustand – soweit ich das an der vorderen Körperhälfte beurteilen konnte. Weiter traute er sich nämlich leider nicht aus der Box. 😦

Hannes scheint insgesamt ein gemütlicher, kuscheliger Senior zu sein, der sich sicherlich in einem ruhigeren Haushalt ohne Hektik und Trubel wohlfühlen würde. Er scheint ein ganz feiner Kater zu sein mit einem sehr lieben Gesicht – auch wenn er das durch das blöde Blitzding nicht so richtig zeigen konnte. 😉

Sein Video: http://youtu.be/Ge7ytoKAzno


Katze

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Eine Antwort zu Zuhause gesucht: Hannes

  1. Christina schreibt:

    Ich hoffe, der Hannes darf bald wieder in ein liebevolles Zuhause ziehen. Du hast schon recht mit deinen Anmerkungen – mithilfe meiner Freunde, Kollegen, Familienmitglieder und Nachbarn könntest du eine ganze Menge über meine Katzen in Erfahrung bringen. Jeder hätte ein wenig beizutragen. Sehr schade, dass der alte Herr vielleicht nur diesen einen vierpfotigen Freund hatte.

    Liebe Grüße von Christina

Schnurr mir was...

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