Cleo: Baustelle 1 – GESCHLOSSEN!


Anfang September waren wir ja zur „großen Inspektion“ mit Cleo in Hofheim und haben gleich verschiedene Baustellen mitbekommen. Ihr Herzfehler ist zwar soweit in Griff, aber Nierenwerte und Kreuzbandriss sind/ waren ein Problem. Zusätzlich stellte man drei Veränderungen in der Blasenwand fest und teilte uns mit zahlreichen Sorgenfalten auf der Stirn mit, dass das „so ziemlich alles“ sein könne – schlimmstenfalls ein Übergangsepithelkarzinom. Sollte es Letzteres sein, wären Cleos Chancen denkbar schlecht, denn eine der Veränderungen läge an einer Stelle, die man nicht operieren könne. Wir gingen also mit doch eher größeren Sorgen nach Hause und machten uns Gedanken darüber, wie es nun weitergehen solle.

Es mussten gleich mehrere Aspekte berücksichtigt werden, denn mit der ebenfalls offenen Entscheidung über eine Kreuzband-OP und der Untersuchung der Blasenauffälligkeiten waren theoretisch gleich mehrere Termine in Hofheim offen. Hofheim… Das heißt: 140 km mit einer verängstigten Cleo im Auto – ergo: STRESS pur – für alle Beteiligten. Außerdem würde das Ergebnis der einen Untersuchung auch unsere Entscheidung für die andere Behandlung beeinflussen. Sollte Cleo tatsächlich Krebs haben, würden wir ihr nicht auch noch eine Kreuzband-OP antun mit anschließender mehrwöchiger Boxenruhe. Andererseits machte ihr das Kreuzband vor allem mit dem Wetterwechsel Richtung Herbst zusehends Schwierigkeiten…

Mein Mann und ich berieten uns untereinander, mit Freunden, mit anderen Ärzten… Wir machten es uns nicht leicht. Für uns stand fest, dass Cleo – was auch immer sie hätte oder eben auch nicht – so wenig wie möglich leiden soll und dass wir z.B. auch ihre Schmerzen so gering wie möglich halten möchten, auch wenn dies bedeuten würde, dass sie wegen benötigter Medikamente durch ihren Nierenschaden kürzer leben würde. Sie sollte optimal versorgt werden – was auch immer das bedeuten würde.

Im Endeffekt waren wir letzten Dienstag schließlich wieder in Hofheim, um die Blasenauffälligkeiten abzuklären und die nächsten Schritt einzuleiten. Sichtlich angespannt packten wir Cleo also in ihre Box und fuhren mit einem dicken Kloß im Hals in die Klinik. Zwar wurde uns im Vorfeld durch unsere Haustierärztin versichert, dass diese Krebsart bei Katzen sehr selten sei, – aber bei unserem Pechvögelchen wollte ich mich diesbezüglich nicht in Sicherheit wiegen. Auch ihr behandelnder Arzt begrüßte uns zunächst mit sorgenvollem Gesicht…. Bei ihm habe ich allerdings mittlerweile das Gefühl, dass er so viele schlimme Dinge in der Klinik sieht (die meisten Patienten kommen ja dorthin, weil sie ein Fall sind, der über die Fähigkeiten des Haustierarztes hinaus geht), dass er vermutlich eine Neigung dazu hat, vom Schlimmsten auszugehen. Ich kann’s verstehen, half mir in diesem Moment allerdings auch nicht weiter. Meine Sorgen wuchsen…

Um die Geschichte aber nicht ins Unendliche lang zu ziehen, kommt hier die Entwarnung: Die drei Auffälligkeiten in der Blase sind vollständig verschwunden und nicht mehr nachweisbar! HURRA HURRA HURRA!!! Rückblickend geht der Arzt nun davon aus, dass Cleo vermutlich eine Blasenentzündung hatte, die schon so weit abgeklungen war, dass man sie im Urin nicht mehr nachweisen konnte (wir hatten ja extra eine Kultur anlegen lassen, weil ich den Eindruck hatte, dass Cleo beim Pieschern die Tage zuvor immer gemaunzt hatte). Vermutlich war die Blase als solche aber noch in Mitleidenschaft gezogen und die Veränderungen auf dem Ultraschall ggf. entzündliche Prozesse, die noch am abklingen waren.

Wie auch immer, wir sind total erleichtert, dass wir zumindest diese Baustelle schließen konnten. Mit der CNI und dem Kreuzbandriss haben wir in den vergangenen Monaten umzugehen gelernt. Krebs wäre da noch eine ganz andere Hausnummer gewesen, vor der ich wirklich große Angst hatte…

Die weiteren – zum Teil hocherfreulichen – Ergebnisse dieses Besuches schildere ich in einem anderen Artikel…


Hunde

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