CNI – Subkutane Infusionen: The same procedure as…


Cleo InfusionImmer wieder erzähle ich hier in meinem Blog und den Menschen in meiner Umgebung (vor allem dann, wenn sie mir wiederum erzählen, dass was auch immer mit ihrer Katze nicht geht), dass Katzen absolute Gewohnheitstiere sind. Selbst Dinge, die nicht so toll sind, sind für sie leichter zu akzeptieren, wenn die Samtpfoten sie schon kennen und wissen, dass etwas vielleicht doof ist, aber dass im Grunde nichts Schlimmes passiert UND danach etwas Megatolles passiert. Umgekehrt kann man ihnen die tollsten Dinge oder Futtersorten vor die Nase stellen und sie finden es erst mal gruselig. Warum? Weil es neu ist, – weil sie es nicht kennen. Ja, Katzen sind absolute Gewohnheitstiere. Also, warum diese Eigenschaft nicht nutzen?

Meine Bobbels bekommen mittlerweile mehrfach die Woche (durch die aktuelle Hitze sogar noch häufiger als sonst) subkutane Infusionen. Ich habe sie langsam daran gewöhnt, habe sie Schritt für Schritt an den Infusionsständer, die Flasche, die Nadel, das Stillsitzen und schließlich das Verabreichen der Infusion heran geführt. Das war und ist besonders bei der ängstlichen und schreckhaften Polly extrem wichtig. Positive Rituale sind bei ihr – wie auch bei allen anderen Katzen, die ich kenne – enorm wichtig. Mit einem Ritual lässt sich für die Samtpfoten vieles (wenn nicht gar alles) wesentlich leichter akzeptieren. Wird das Ritual erst mal negativ gestört, dann ist es wichtig, es wieder langsam positiv aufzubauen. Manchmal macht es sogar Sinn, ein gänzlich neues Ritual aufzubauen.

So war es auch bei Polly. Ich hatte sie an die Infusionen zunächst auf einer Decke auf der Couch gewöhnt. Sie schnurrte schließlich einfach weiter. Dann aber hatte ich offenbar mal eine blöde Stelle erwischt, die ihr wirklich weh tat und kurz darauf klingelte es während der Infusion auch noch an der Tür. Für Polly der Super-GAU! Die darauf folgenden Infusionen waren ein einziger Kampf. Nichts hat Polly beruhigen können.

Ich habe also einen Strich gezogen und habe ein neues Ritual aufgebaut. Sie bekommt ihre Infusionen jetzt in einem speziellen Kuscheldeckchen auf dem Boden und geht dort sogar selbst rein (na ja, ok, bisher nur mit den Vorderpfoten und den Rest muss ich „überzeugen“, aber daran arbeiten wir noch).

Von vielen, vielen Katzenhaltern höre ich „das geht mit meiner Katze auf gar keinen Fall“ und jedes Mal bin ich einerseits traurig und andererseits auch echt wütend. Es geht eine ganze Menge mit einer ganzen Menge an Katzen. Man muss ihnen aber die Chance geben, sich an z.T. unangenehme Dinge zu gewöhnen – und zwar in ihrer Geschwindigkeit und eben mit ein paar einfachen Tricks.

Wie gut das Infundieren mittlerweile bei Polly klappt, habe ich in einem Video festgehalten:  http://youtu.be/EzjnekFdVjI

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte und ein paar Tipps sucht, kann mich gerne kontaktieren. Ich helfe gerne, wenn ich kann.


Katze

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