CNI-Behandlung: Preisvergleich lohnt sich


Ich bin eigentlich kein guter Feilscher. Zum einen ist es mir unangenehm, bei mir fremden Menschen um einen Preis zu feilschen und mich damit einer Art Diskussion zu beugen, bei dem ich mich meist auch noch in einer abhängigen Lage befinde (immerhin möchte in der Regel ich etwas haben und nicht unbedingt der Verkäufer). Oft habe ich den Eindruck, dass mein „ich-will-das-jetzt-unbedingt-haben-und-nicht-im-Internet-bestellen“-Gedanke in Leuchtlettern auf meiner Stirn prangt und somit jegliche Verhandlungschancen zu Nichte macht. Außerdem ist mir das Feilschen unangenehm, weil ich leider noch immer so naiv bin und denke, dass jeder seine Daseinsberechtigung haben sollte und ein bestimmter Preis zumindest die Chance gibt, dass der Mensch, der mir etwas verkauft, auch davon leben kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist eigentlich nicht meine Sache, aber Anfang der Woche habe ich meine Scheu zumindest für einen kurzen Moment abgelegt. Ich habe ja mit den regelmäßigen Infusionen bei meinen Pupserchen begonnen und bin damit auch mit regelmäßigen Infusionskosten gesegnet. Außerdem ist Cleos ungeklärtes Hüftproblem zusehends kostspielig. Immer wieder zum Tierarzt, der Versuch mit einer Physiotherapeutin (der allerdings im Verhältnis sehr günstig war) und nun steht Ende des Monats eine osteopathische Behandlung an, die es kostenmäßig auch ordentlich in sich hat… Das alles ist nicht wirklich günstig. Alleine die Infusionen können auf Dauer in den Geldbeutel gehen, wenn man die notwendigen Utensilien brav in der örtlichen Apotheke kauft. Hier sind im Vergleich zu Internet-Shopapotheken Preisunterschiede um das Dreifache nicht selten! Es ist wirklich der Hammer. In meiner örtlichen Stamm-Apotheke kostet bspw. eine Butterfly-Nadel gerne knapp 1,45 € PRO NADEL. Ich schreib’s noch mal: PRO Nadel… Im Internet habe ich die Nadeln hingegen ab – festhalten – 0,35 € bekommen. Ganz schöner Unterschied, richtig?! Richtig! Allerdings bekommt man diese günstigen Preise nur nach einem ausführlichen Studium verschiedenster Anbieter und ich weiß nicht, ob ich darauf immer so den Nerv habe…

Also bestellte ich die Nadeln spaßeshalber in einer Apotheke, an der ich mehr oder weniger täglich vorbei komme und weil ich eine neue Nadelstärke testen wollte, habe ich erst mal nur 4 Stück bestellt. Die geringe Menge war auch gut so, denn die Apothekerin überraschte mich mit einer neuen Rekordsumme von pro Nadel: 1,60 €… *durchatmen* Ich sah wohl überaus geschockt aus, worauf sie fragte, ob der Preis ok sei. Ich „nein, eigentlich nicht, aber ich brauche die Nadeln heute Abend und nehme sie daher mit.“ Die Apothekerin war so lieb und hakte nach. Sie wollte wissen, wie viel ich sonst dafür zahle. „Na ja, in einer anderen örtlichen Apotheke 1,35 €.“ – Pause – „Na gut, ich gebe Sie Ihnen für 1,40 € pro Stück. Mehr kann ich aber nicht machen.“ – „Gut, ich sagte ja schon, ich brauche sie. Also nehme ich sie mit… Es ist aber schon erstaunlich, welche Spannen mitunter zwischen den verschiedenen Anbietern liegen. Im Internet kann ich die Nadeln normalerweise für 0,35 € das Stück bestellen, aber eigentlich möchte ich lieber eine örtliche Apotheke unterstützen“. – Pause – „Ok, dann geben Sie mir jetzt 4 € und dann ist gut.“ – hehehe… 🙂 Damit waren die Nadeln zwar nach wir vor wesentlich teurer als im Internet, aber ich konnte sie gleich mitnehmen und hatte keine Versandkosten. Außerdem habe ich die wirklich freundliche Apothekerin gebeten, sie solle mir die Preise für alle benötigten Infusionsartikel zusammenstellen und dabei auch berücksichtigen, welchen Preis sie mir anbieten kann, wenn ich gleich größere Mengen nehme. Sie nahm alles brav auf – das Gespräch war sehr freundlich… und auf eine Antwort warte ich bis heute… 😦

Es ist schon wirklich Wahnsinn, welche Preisunterschiede es bei medizinische Produkten gibt. Gesundheit ist ein Geschäft und man darf wirklich nicht so gutgläubig sein und in seine Apotheke marschieren in dem Glauben, man wolle dort mein Bestes. Sehr naiv, ich weiß, aber irgendwie sträubt sich mein „guter Mensch“ in mir dagegen, dass mit der Gesundheit so ein Reibach betrieben wird. Auf rationaler Ebene weiß ich das natürlich, aber im Alltag muss ich immer mal wieder mit der Nase darauf gestupft werden.

Bei den Infusionslösungen gibt es je nach Hersteller und Verkaufsstelle ebenso gravierende Unterschiede. Man kann für 10 x 500 ml Ringerlösung unter 30 € ausgeben, aber durchaus auch ganz locker an die 70 €. Da lohnt sich der Preisvergleich wirklich… Ich hoffe, dass ich mit einer örtlichen Apotheke einen Deal aushandeln kann. Ich unterstütze wirklich gerne lokale Händler und schätze den persönlichen Kontakt. Außerdem habe ich keine Lust, jeden Monat aufs Neue die günstigsten Angebote im Netz raus zu suchen und dort zu bestellen. Wir werden sehen…


Katze

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