Warten, warten, warten…


Einige meiner Blogleser werden sich noch daran erinnern, dass ich eine Ernährungsberatung für meine Fellchen bei der LMU München beauftragt habe. Das war im Februar… Kurz nach meiner Anfrage habe ich eine Mail erhalten, in der man mir mitteilte, dass die Bearbeitungszeit aktuell bis zu drei Wochen betragen würde, sie CNIchen aber möglichst vorziehen würden. Das war vor fünf Wochen… Ich bin mittlerweile schon etwas genervt von der Warterei, weiß ich doch, dass die eigentliche Geduldprobe erst noch beginnen wird. Wer schon mal seine Katze von anderem Futter überzeugen wollte, weiß, wovon ich rede. Umso ärgerlicher finde ich es, dass ich schon einen ganzen Monat mit Warten verbracht habe und habe heute eine Rückfrage an die LMU gestellt.

Ebenfalls nochmals mit auf den Weg habe ich meinen Wunsch gegeben, dass ich verstärkt das Futter selbst zubereiten möchte und auch – entgegen der allgemeinen CNI-Diät – den Protein-Gehalt des Futters aktuell noch nicht allzu weit absenken möchte und vor allem nicht mit schlecht verwertbarem Getreide ersetzen möchte. Das hatte ich schon in meiner ersten Mail geschrieben, was mit der Antwort „wir werden Ihnen eine Protein- und Phosphor reduzierte Diät zusammenstellen“ direkt ignoriert wurde. Da die erste Antwort vielleicht nur eine „wir kümmern uns, bitte haben Sie Geduld-„Mail war, ohne dass sich jemand mit meinem konkreten Anliegen befasst hatte, habe ich es jetzt einfach noch mal nett rein geschrieben und bin sehr gespannt, inwiefern auf meinen Wunsch eingegangen wird.

Meine Kollegin lachte lauthals als ich ihr schilderte, dass ich direkt die Richtung meines Diätwunsches formuliert habe und damit sozusagen die Kompetenz der Damen und Herren Studierten in Frage gestellt habe. Das ist mir aber einerlei. Zu oft habe ich schon erlebt, dass die Ärzteschaft ihr eigenes Tun nicht hinterfragt hat und am Ende Mensch oder Tier die Leittragenden waren. Nur weil ich um Unterstützung bitte, heißt es für mich nicht, dass ich direkt mein Hirn und meine eigene Meinung ausschalte. Wer mir schlüssig begründet, warum ich mit meiner Ansicht falsch liege, rennt bei  mir offene Türen ein. Einfach nur zu behaupten, was auch immer sei schon das Richtige, ist mir leider nicht genug als glaubhafte Argumentation.

Bin ich da wirklich so ein Exot?


Katze

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2 Antworten zu Warten, warten, warten…

  1. the3cats schreibt:

    Ich vermute, daß exakt der Wunsch nach dem selbst Zubereiten die Sache so lange herauszögert. Das dürfte nämlich genau das sein, womit am wenigsten Erfahrung vorhanden ist…
    😉
    LG Silke

    • Huhu, eigentlich dürfte es daran nicht liegen, weil mir die LMU ja gerade deswegen empfohlen wurde, weil sie wohl Wert auf eigene Zubereitung legen. Na ja, so oder so ist’s nervig und hoffentlich bald zu Ende. *grummel*

Schnurr mir was...

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