Juchu! Kimberly darf bleiben


KimberlyGehofft haben wir es alle schon lange, aber jetzt ist es sozusagen „amtlich“. Die süße Kimberly aus dem Tierheim Darmstadt darf für immer in ihrer Pflegestelle bleiben. Kimmys Schicksal hat wohl alle Ehrenamtliche sehr berührt. Sie kam als Fundkatze – unglaublich lieb und knuffig, hatte eine Gebärmutterentzündung, die ihr übel zu schaffen machte und die mit Chemiebomben therapiert werden musste und bekam – vermutlich dadurch – eine Diabetes. Bis zu dieser chronischen Stoffwechselstörung hätten wir wohl alle unsere Hintern darauf verwettet, dass die Kleine schnell vermittelt würde. Sie ist einfach zu nett und hinreißend, dazu auch noch bildhübsch, alsdass sie ein Sorgenfellchen hätte werden sollen.

Das Leben ist aber leider immer wieder sehr fies und so sanken Kimmys KimberlyVermittlungschancen mit der Diagnose „Diabetes“ leider ins Bodenlose. Noch immer ist Diabetes eher ein Abgabegrund für Tiere, alsdass man sich die Aufnahme eines chronisch kranken Fellchen vorstellen könnte. Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis Kimmy endlich konkrete Interessenten hatte, die sich jedoch nicht sicher waren, wie sie das tägliche Messen und Spritzen der süßen Maus in ihren Alltag einbauen könnten. Was sonst eher unüblich ist in Darmstadt, wurde bei Kimmy dann versucht: eine zeitlich befristete Pflegschaft, in der sozusagen alle Beteiligten das gemeinsame Leben üben konnten. Solche Pflegestellen sind immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ermöglichen sie dem Tier ein Leben in einem „normalen“ Zuhause und wie in Kimmys Fall auch eine bessere Versorgung (das regelmäßige Messen und Spritzen von Diabetikern ist im Tierheimalltag um Welten schwieriger als selbst bei berufstätigen Dosis). Andererseits erschwert es die endgültige Vermittlung zusätzlich, weil sich so gut wie keiner die „Mühe aufbürdet“, zu einer irgendwie „andersartigen“ Katze eine weitere Wegstrecke zu fahren. Man ist schließlich schon ins Tierheim gefahren und das ist gute Tat genug. Die Auswahl an Kimberlyproblemlosen Katzen ist dort zudem meist groß genug. Warum sollte man es sich da also schwerer machen?! Ich kann’s ein stückweit ja selbst verstehen. Leider kenne ich mittlerweile allerdings auch die bedauernswerten Geschöpfe, die sich erst auf den zweiten Blick in Dosis Herz schleichen und sich dort dann umso fester klammern…

Jedenfalls durfte Kimmy vor ein paar Monaten in eine Pflegestelle umziehen. Es gab – wie vermutet – keinen einzigen Interessenten in dieser Zeit (zumindest niemanden, den ich mitbekommen hätte), der Kimmy dort besuchen oder gar adoptieren wollte. Um so schöner ist die Nachricht natürlich, dass die Kleine jetzt für immer dort bleiben darf. Wie gesagt, wir hatten es schon lange gehofft, aber irgendwie ist es doch auch für Kimmy ein Zeichen, dass man sie dort jetzt auch offiziell nicht mehr hergeben will oder?! 😉

Hier noch mal ihr Vermittlungsvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=gcG06GmUT-4

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