Raubtierfütterung: Bozita


bozita1Als wir Bozita vor einer gefühlten Ewigkeit das erste Mal probierten (damals hatten wir noch 50/50 TroFu gegeben), wurde es komplett verschmäht. Auch ich finde den Geruch von Bozita eher gewöhnungsbedürftig. Seit wir komplett auf Nassfutter umgesattelt sind, habe ich alle aus meiner Sicht hochwertigen Sorten noch mal gekauft und probiert. Ich war überrascht, dass Bozita beim zweiten Versuch tatsächlich angenommen wurde und mittlerweile eine der wenigen Marken ist, bei welcher meine Pupser auch neue Sorten in der Regel sofort annehmen. Ich darf Bozita nur nicht allzu oft füttern. Sie werden dem dann schnell überdrüssig und lehnen es wieder eine zeitlang ab (was wegen seines Phosphorgehalts von ca. 1,8 % auf die Trockensubstanzmasse ohnehin für ihre Nieren nicht gut wäre).

Die Futtermarke kommt aus Schweden, was sich mitunter auch in der Fleischverwendung erahnen lässt. Hierzulande ist Elch als Bestandteil doch eher selten. 😉 Ich kenne außer Bozita auch kein Nassfutter, welches in Tetrapacks daher kommt. Was mir als Halter gut gefällt ist die Öffnungstechnik der Tetrapacks. Während ich bei so manchem Sahne-Öffnen hübsch meine Küche dekoriere, ist in den Bozita-Packungen eine Sollbruchstelle eingepfalzt (die auch tatsächlich funktioniert). Man knickt es zwei Mal hin und her und schon lässt es sich ganz leicht und sauber öffnen – und sogar wieder relativ gut verschließen, sodass man die Packung gut einen Tag lang im Kühlschrank aufbewahren kann. Die Verpackung wird laut Hersteller aus Holzfasern von wirtschaftlich verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern gewonnen (was mit einem FSC-Siegel dokumentiert wird) und das Unternehmen verzichtet auf Tierversuche, was für mich persönlich ein sehr wichtiges Kriterium ist.

Ich habe zunächst die kleinen Tetrapacks zu je 190 g genommen und zwar die Sensitive bozitaDiet & Stomach, weil Polly leider immer wieder mit ihrer Verdauung Schwierigkeiten hat. Diese wurden von meinen beiden ganz gut angenommen und so testete ich nun Häppchen in Gelee Rinderhack, Huhn & Pute und weitere Sorten. Auch hier war die Neugier groß, wobei die beiden hauptsächlich erst mal das Gelee bzw. die Soße weg schlabbern und weniger die doch eher großen Fleischbrocken. Bei der zweiten Portion habe ich einen Teil der großen Stücke mit der Gabel zerquetscht, wodurch sie sozusagen „aus Versehen“ mit geschlabbert wurden. Das Futter eignet sich durch seine „schlotzige“ Konsistenz auch hervorragend zum Untermogeln von relativ großen Wassermengen, ohne dass es offenbar an Geschmack verliert.

Die Inhaltsstoffe klingen vielversprechend. Es gibt keinen Zucker und kein Getreide (und ist damit auch für diabetische Katzen geeignet), keine künstlichen Geschmacksverstärker (fragt man sich, was mit natürlichen Geschmacksverstärkern ist…), keine Farb- und Konservierungsstoffe. Der Fleischanteil ist hoch und als Alleinfutter enthält es zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe. Da ich mich in letzter Zeit auch mit der Nierenverträglichkeit von Futter auseinandersetze, muß ich hier einen Wehrmutstropfen verzeichnen. Bezüglich der Nierenverträglichkeit ist u.a. der Phosphorgehalt aus der Trockensubstanzanalysemasse relevant. Leider nutzen einem da die Angaben auf der Verpackung gar nichts. Die klingen zwar meist gut, beziehen sich aber auf die Gesamtmasse (also inkl. Feuchtigkeitsanteil). Ideal für nierenkranke Katzen ist ein Phosphor-Wert unter 0,5%, ok als Schonfutter ist noch 1,0%. In dieser Disziplin versagt Bozita mit einem Wert von knapp 1,8 % leider ziemlich. Es kommt zumindest als Alleinfutter für uns also nicht in Frage, aber hin und wieder darf es auf dem Speiseplan stehen.

Tja, was gibt es sonst noch über Bozita zu sagen? Ach ja, preislich liegen die Tetrapacks je nach Größe zwischen ca. 0,30 € und 0,46 € pro 100 g. Die Tetrapacks kenne ich zu 190g oder 370g und Dosen gibt es auch zu je 410 g. Eine 4kg-Mieze benötigt laut Empfehlung 300g pro Tag, wobei meine beiden deutlich weniger davon futtern und ich eine Packung daher auf mindestens zwei Portionen aufteile – was durch die „Igitt-das-ist-ja-aus-dem-Kühlschrank“-Phobie meiner beiden nicht ganz einfach ist (und ja, ich lasse es natürlich vorher aufwärmen; ist den beiden aber egal).

zap192133

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