Raubtierfütterung: Miamor Ragout Royal (Jelly, Pute)


Von dem heutigen Futter ein Foto zu machen, war gar nicht so leicht. Polly hatte so großen Kohldampf, dass sie schon neben mir geierte als ich den Beutel aufriß und kaum war das erste Bröckchen im Napf, wurde schon geschlabbert. Wer aber jetzt gleich Rückschlüsse darauf zieht, dass zumindest Polly das Miamor total lecker findet, der irrt. Es wurde nämlich lediglich die Jelly raus geschlabbert. Die Fleischbröckchen liegen noch fein säuberlich abgeschleckt im Napf…

Aber der Reihe nach… Miamor gehört aus meiner Sicht nicht zu den allerhochwertigsten Futtersorten oder aber nicht zu den kundenfreundlichsten Sorten, denn man findet auf der Verpackung z.B. keinerlei Angaben, woraus das Fleisch tatsächlich besteht. Die wirklich hochwertigen Sorten erkennt man u.a. daran, dass genau aufgeführt ist, zu welchen Bestandteilen was drin ist (z.B. x% Muskelfleisch, x% Lunge…). Was jedoch positiv ist, dass bei Miamor in den Sorten mit Jelly oder auch als feine Filets kein Getreide und kein Zucker enthalten sind (zumindest Stand heute; das kann sich ja leider immer auch ändern). Achtung! In den Sorten mit Soße ist wiederum Getreide drin! Ein Blick auf die jeweils aktuelle Zusammensetzung lohnt sich also immer. Positiv finde ich, dass in den Jelly-Sorten kein Rind enthalten ist, was für Allergiker sicherlich von Interesse ist. Auch auf Farb- und Konservierungsstoffe wird laut Hersteller verzichtet, was man an dem relativ blassen Erscheinungsbild der heutigen Sorte auch deutlich zu erkennen ist (mich stört die vornehme Blässe nicht). Hinsichtlich des Phosphorgehalts (was bei Nierenproblemen wichtig ist – hier sollte der Anteil mindestens unter 1 % liegen, besser noch unter 0,5 %) kann Miamor nicht mithalten und liegt mit 1,78 % auf die Trockensubstanzanalysemasse zu hoch (vorausgesetzt ich habe beim Berechnen keinen Fehler gemacht, was ich als Anfänger nicht ganz ausschließen kann).

Miamor gibt es generell in sehr vielen verschiedenen Darreichungsformen, aber nur in kleinen Verpackungen (85 bis 100 g). Wer also eine große Meute zu versorgen hat, greift eher zu anderen Produkten oder ist mit zahlreichen kleinen Beutelchen oder Döschen länger beschäftigt. 😀 Es gibt feine Filetstückchen, Presspellets (so wie die heute getestete Variante) oder auch  Pasteten für die Futterschlürfer. Leider gibt’s die Filetstückchen nur in verschiedenen Kombinationen mit Thunfisch, den man wegen einer potentiell hohen Belastung an Schadtstoffen nicht sooft füttern sollte (und den meine Polly z.B. auch nicht oft verträgt). Meine beiden Tiger mögen nämlich „echte“ Fleischstreifen lieber als alles zusammen Gebrabschte. Ich kann’s verstehen. 😉 Preislich liegt das Produkt nach meinen Erfahrungen zwischen 0,40 € und bis zu 1,00 € pro 100 g und ist damit auf den ersten Blick sicher nicht das günstigste Futter.

In der Animals‘ Liberty-Datenbank (http://www.animalsliberty.de/index.html) findet man leider ebenso wenig wie bei PETA (http://www.iamsgrausam.de/notest_ja.php) eine Angabe, ob das Produkt tierversuchsfrei hergestellt wird. Der Hersteller will sich dazu offenbar nicht äußern… Mmmh…

Meine beiden Tiger bekommen Miamor nur hin und wieder mal als Abwechslung auf den Speiseplan. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer und nervenaufreibend eine Futterumstellung ist, versuche ich, die Sortenvielfalt bei uns möglichst groß zu halten und so gibt es eben auch hin und wieder Miamor. Die Akzeptanz der beiden ist dabei ebenso abwechselnd. 😀 Es gibt Phasen, in denen schlabbern sie es gerne weg und manchmal beschränken sie sich nur auf die Jelly oder auch Soße (die es noch seltener bei uns gibt). Die heutige Variante finden sie jedenfalls auch wieder nicht so prickelnd…

Fazit: Positiv ist sicherlich der Verzicht auf Zucker, der in allen Produkten umgesetzt zu sein scheint. Allerdings habe ich im Internet auch Hinweise gefunden, dass dem nicht immer so war, sondern man temporär eben doch Zucker beigefügt hatte (vermutlich für das hübschere Farberlebnis – das ist zumindest die Ausrede des Felix-Herstellers). Insofern sollte man da auch immer die Augen offen halten. Warum in der Soßen-Variante allerdings Getreide ist, erschließt sich mir nicht und wertet das Produkt insgesamt ab. Die fehlende Deklaration der Fleischbestandteile machen mich skeptisch, aber insgesamt baue ich das Futter durchaus immer mal wieder in den Speiseplan ein. Bestellen kann man Miamor übrigens auch bei dem blinkenden, grünen Banner unter dem Beitrag (und unterstützt dabei auch gleich ein Tierschutzprojekt). 😉

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