Blog Abstinenz


Als ich gestern einen neuen Artikel tippte, stellte ich völlig erstaunt fest, dass ich quasi schon ewig nichts mehr gebloggt habe. Zu  meiner Ehrenrettung darf ich sagen, dass ich die letzten Wochen mit der Vermittlung eines ganz besonderen Sorgenfellchens ausgelastet war und darüber gestern schließlich auch einen laaaaaangen Artikel verfasst habe. Um diesbezüglich aber in kein Fettnäpfchen zu treten (passiert mir ja immer mal wieder 😦 ), warte ich aktuell auf eine „Freigabe“ der Hauptakteure und werde ihn dann – hoffentlich – veröffentlichen.

Ansonsten gibt es derzeit auch nicht allzu viel zu berichten. Im Tierheim geht es im Katzenhaus derzeit eher zu wie im Taubenschlag: die eine Katze geht, zwei neue kommen hinterher. Für die Jahreszeit eher untypisch ist das Katzenhaus leider noch rappelvoll – insbesondere auch mit Jungspunden mit weniger als einem Jahr. Normalerweise werden diese vermittelt wie warme Semmeln, es sei denn, sie sind noch scheu. Daher verstehe ich es bei vielen der aktuellen Jungspunde gar nicht, warum sie überhaupt länger als eine Woche da sind. Sie sind quietschfidel und meist sogar schnell zutraulich und frech. Vermutlich ist es die Masse an Katzen, für die es einfach nicht die „adäquate Menge“ an Katzensuchenden gibt. Das ist auch mit einer der Gründe, warum ich „private Vermehrungen“ scharf verurteilte. Vor einiger Zeit hatte ich darüber eine heftige Diskussion mit meiner Mutter, deren Nachbarin ihrer Tochter „das Erlebnis einer Katzengeburt“ schenken wollte. Mir kam es wirklich hoch! Ihre damals noch unkastrierte, viel zu junge Kätzin „durfte ein Mal werfen“ – mit dem Ergebnis, dass es Geburtskomplikationen gab, bei denen es nicht alle Kitten überlebten. Für die Überlebenden hätte man aber doch tolle Plätze gefunden, weshalb es ja auch gar kein Thema sei, dass diese Katze eben mal Jungen bekäme. Tja, was bei dieser Rechnung völlig außer Acht gelassen wurde ist, dass jedes „unnötig produzierte“ Tier (ich kann es nicht anders beschreiben, sorry) einer anderen heimatlosen Katze einen Platz weg nimmt UND dass die Sorge der guten Unterbringung genau mit der Übergabe des Jungtieres aufhört. Ein Tierheim nimmt die Tiere dann auch auf, wenn sie nach X Jahren irgendwelche Probleme machen, überflüssig oder krank geworden sind. Eigentlich müssten diese armen Geschöpfe dann wieder zu ihrem „Produzenten“ zurück, aber so weit reicht das Verantwortungsbewusstsein in aller Regel nicht. Nein, man merkt deutlich, dass ich dafür kein Verständnis habe oder?! 😉

Wer seinem Kind oder sonstwem heranwachsende Kitten zeigen möchte, soll doch einfach ins Tierheim gehen. Dort gibt es in den üblichen Geburtsmonaten IMMER einen ganzen Haufen Kitten, tragende Mütter… und hoch betagte Senioren, die auch allesamt mal so goldig waren und mitunter unüberlegt produziert und in ein „gutes Plätzchen“ vermittelt wurden…

Mh… Eigentlich wollte ich ja heute nur schreiben, dass ich hoffentlich bald einen schönen Artikel mit Happy End veröffentliche und jetzt ist ein kleiner Aufreger draus geworden… Na ja, so ist’s und um den Blog heute positiv abzuschließen, lade ich einfach alle „Kitten-Suchenden“ ins Darmstädter Tierheim oder auch zu TiNO ein. Dort gibt es derzeit noch immer eine gaaaaanze Menge Jungkatzen, die allesamt ein schönes Zuhause suchen und verdient haben. 🙂

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